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![]() Programmhinweis. ![]()
**************************************************************************************************** Donnerstag 09.08.07 Little Miss Sunshine [Programmkino] - Café Bunte Bilder Weil die kleine, pummelige Olive unbedingt an einem Schönheitswettbewerb in Kalifornien teilnehmen will, macht sich die ganze Familie im klapprigen VW-Bus auf den Weg durch den halben Kontinent. Und alle ticken nicht ganz richtig: Der große Bruder hat ein Schweigegelübde abgelegt, der Onkel ist suizidgefährdet, Opa hat ein Drogenproblem, und Papa ist erfolgloser Motivationstrainer. Nur Mama scheint die Dinge patent pragmatisch im Griff zu haben. Ein Familienroadmovie, das sich mit klugem, warmherzigem Humor den großen Fragen des Lebens stellt und nebenbei mit Mythen und Klischees des amerikanischen Traumes abrechnet. ab 19.00 Uhr vegane VoKü / ca. 20:30 Uhr Filmbeginn **************************************************************************************************** ...Ich hab den ja immer noch nicht gesehen -
Unschlagbar.
[ File under: Musikalischer Verschreiber des Jahres 2007 schlechthin. ]
P(r)opaganda.[III] ![]()
Nach der ersten Dusche und genüsslichen Stunden im eigenen Bett, vor dem ich vor lauter Dankbarkeit beinahe niederzuknien versucht war, stelle ich fest:
1. Für manche Dinge bin ich definitiv schon zu alt. 2. Für manche Dinge werde ich definitiv nie zu alt. ********************************************************************************
Am späten Freitag Vormittag erreichen der Beste von allen und ich das Festivalgelände und besetzen natürlich sofort den strategisch günstig gelegenen Präsidentenparkplatz am Campingplatz-Ein-/Ausgang. Das Zelt ist schnell aufgebaut ("Macht doch nix, wenn da'n Kuhfladen drunterliegt, haben wirs heute Nacht schön warm..." -> O-Ton dBva) und bald schon sitzen wir unter freundlichstem Sommerhimmel biertrinkend in unseren Klappstühlchen und studieren Programm und Lageplan. In meinen Docs wird es mir jetzt schon zu warm und ich fluche vor mich hin, nicht neben den "Notfall-Chucks" doch noch ein paar Flip-Flops mitgenommen zu haben, der Wetterbericht verspricht jedenfalls Großartiges. Das zweite Bier zwingt mich zur ersten Bekanntschaft mit einem Dixiklo und spontan fällt mir wieder ein, was ich an Festivals denn so gar nicht leiden konnte. Ach ja... das wars. Zum Glück entdecke ich kurz darauf die Toiletten- und Duschwagen in nächster Nähe und tätige sofort einen Großeinkauf an WC-Marken. 0,50€/Stk. - damit kann ich nun durchaus leben. Sehr schön. Später finden wir ob unserer Bierdosen keinen Einlass im Spiegelzelt, um die Brakes zu sehen, doch dank Leinwand und Bierzeltgarnituren außerhalb lässt sich das Geschehen innerhalb auch so recht gut verfolgen. Überhaupt sehr lauschig hier, alles. Überschaubar angelegt und mit den "großen" Festivals wie Hurricane & Co. gar nicht zu vergleichen. Viele haben sogar Kind & Kegel dabei, das Ganze gleicht eigentlich eher einem größerem Sommerfest, doch ich vermisse trotzdem nichts. Generell dürfen allerdings keine Fremdgetränke mit aufs "große" Gelände vor der Hauptbühne gebracht werden. - Auch keine Tetrapacks und Plastikflaschen, man wird statt dessen zum Erwerb von Getränkemarken ("Pop-Taler") genötigt, was uns kurz ein wenig missmutig stimmt. Doch was solls. Die Stimmung ist ansonsten viel zu kuschelig und angenehm, dass wir uns ernsthaft über diese kleine Unannehmlichkeit aufregen würden. Wir lassen uns zusammen mit dem J., der inzwischen auch eingetroffen ist, von Gabriel Rios angenehm einlullen und zwischendurch esse ich die wahrscheinlich schlimmsten Falafel meines Lebens. Ich schwöre darauf hin umgehend, ab sofort nur noch dem großen Pommes-Gott zu huldigen und besiegele meinen Schwur mit einem weiteren, großen Schluck Bier. Als nächstes verpassen wir Polarkreis 18, was zum Teil an der späten Ankunft der C., der I., des G.s und des D.s liegt, aber auch dran, dass man sich einfach ZU leicht am Campingplatz-Treffpunkt bei Bier und noch mehr Bier und überhaupt verquatscht. Immerhin sind wir so nahe am Gelände, dass wir dem Großteil der Songs zumindest lauschen können, wenn die Akteure schon nicht sichtbar sind. Polarkreis 18 gefallen mir ausgesprochen gut, stelle ich fest und hoffe inständig, dass das jetzt nicht ausschließlich am Bier liegt. Als wir irgendwann doch wieder auf dem Gelände ankommen und die Stände nach und nach abklappern, stolpere ich fast über den Sänger von The View, der an diesem Tag eine geradezu frappierende Ähnlichkeit mit Frodo Beutlin aufweist und so unglaublich bleich ist, dass ich beinahe in mütterliche Sorge verfallen und ihm einen Schluck Wasser anbieten möchte. Zum Glück kann ich mich gerade noch beherrschen und der kurz darauf folgende, durchaus schmissige, Auftritt der Jungs lässt mich mit der Gewissheit zurück, dass schließlich doch nicht alles so schlimm war, wie es zunächst schien. Um einiges später dann, bei Forever Lost von den Magic Numbers, heule ich wie ein Schlosshund und habe nicht den Hauch einer Ahnung, wieso eigentlich. Ich belasse es schließlich einfach dabei. Der Gig ist schlicht zu schön, um ihn sich von kruden Gedanken übers eigene Unterbewusstsein verderben zu lassen. Der Beste von allen bekommt vom halben Gig allerdings nichts mit - er wird von einem amtlichen Schluckauf geschüttelt, der erst durch einen heftigen Kuss meinerseits wieder gestoppt werden kann. (Warum das jetzt besser/genauso gut funktionierte als/wie plötzliches Erschrecken, gibt mir jedoch heute noch zu denken...) Irgendwann verläuft sich alles ein wenig, es ist schlagartig eisig kalt und schließlich raffen sich nur noch die anderen und der Beste von allen auf, The Waterboys zu gucken. Ich indes verschwinde, angetan mit 3 Lagen Klamotten (und zugegebenermaßen amtlich betrunken) bis zur Nasenspitze in meinem Schlafsack, streiche auch noch Electric Soft Parade sowas von der To-Do-Liste und murmele nur "Morgen ist auch noch einTag...", als der Beste von allen nach nur einem Song der Waterboys final und frierend ebenfalls ins Zelt wankt. (Fortsetzung folgt.)
Kammerflimmern. 10:35 Uhr, es schellt an der Tür. Der Motorradpolizist des Viertels mit ernster Miene: "Guten Morgen, Frau Doe - Es KÖNNTE was mit Ihrem Wagen sein - würden Sie bitte mal kurz mit zum Parkplatz kommen?" Mir wird umgehend ein wenig schlecht und ich folge dem grünen Wesen, dem sich meine Gesichtsfrabe spontan anpasst, zitternden Händchens zum Linus. - Vor meinem geistigen Auge entstehen grauenvolle Bilder von eingeschlagenen Scheiben, abgefahrenen Spiegeln und zerstochenen Reifen. Als wir am Linus ankommen, werde ich auf die LKW-Reifenspuren hinter eben diesem hingewiesen und schmunzelnd gefragt, ob evtl. "eine dieser Beulen" (ha-ha) gestern noch nicht da gewesen sei. Ich habe zu jeder Beule ein kleines Geschichtchen parat, der Polizist zeigt sich sichtlich amüsiert und ja, tatsächlich: bei genauem Hinsehen sind da zwei neue, kleine Kittschen an Stoßstange und Rücklicht. Sonst aber auch nichts. Gar nichts. "Sie können jetzt also sagen: 'Da ist nichts', Frau Doe", erklärt mir der Herr in Grün, "dann passiert hier gar nichts mehr. - Oder Sie sagen 'Da ist was' und ich schreibe eine Anzeige wegen Fahrerflucht. Alles kein Problem. - Ihre Entscheidung." Heute bin ich ausnahmsweise mal gut und schnell in der Entscheidungsfindung. "Da ist nichts, das irgend einen Aufwand lohnen würde.", verkünde ich milde und dem grünen Herrn steht die Erleichterung förmlich als blinkende Laufschrift auf die Stirn geschrieben. Entzückend. Mein Puls kehrt langsam wieder in den Bereich eines Normal-Sterblichen zurück, der Polizist und ich tätscheln den Linus noch einmal anerkennend für seine Tapferkeit, dann gehen/stehen/fahren wir alle wieder getrennte Wege. Zurück im rebellschen Nest ist der Kaffee kalt, ich habe den Faden beim Haldern-Review verloren, an dem ich kurz zuvor noch saß und die Hoheiten haben mir, ganz stickum, die letzte Scheibe Käse vom angebissenen Brötchen gemopst. Ein Wochenbeginn, wie er wahrscheinlich wieder einmal nur in rebellschem Buche zu finden ist. Immerhin bin ich jetzt wach. - Auch ohne Kaffee. P.S.: Lieber Blockwart, der so brav den LKW beim Schrammen des Linus ertappt und natürlich gleich die Polizei gerufen hat: Nächstes mal schreiben Sie bitte entweder gar nichts, oder wenn: alles, z.B. auch das Kennzeichen auf. - So viel überflüssiges Adrenalin in den Morgenstunden vertrage ich in meinem Alter nämlich nicht mehr. Vielen Dank.
P(r)opaganda.[II] Was bleibt: ![]() (Nicht im Bild: Ultimativer Sonnenbrand, dreckstarrende Klamotten.) (Fortsetzung folgt.)
P(r)opaganda.[I] ![]() Just eben noch dem spontanen Wunsch, ein Paar Gummistiefel zu kaufen, widerstanden. Statt dessen zwei hauchdünne Regenpellen (neon-blau, neon-gelb) für 0,99€/Stk. erworben. - Und ein Mini-Sitzkissen (schwarz, wasserfest) um ggf. nasse Wiesen trockenen Po's besetzen zu können. Ich solle nicht wieder den kompletten Ganzjahres-Kleiderschrank einpacken, mahnt der Beste von allen noch am Telefon - doch auf die Klappstühlchen für vors Zelt & Schwedenfeuer besteht er energisch. Sooo schlecht würde das Wetter ja die nächsten Tage auch wieder nicht und - Ja: die Docs sind das Schuhwerk der Wahl, ganz sicher. - Nein, keine anderen. Nein! Wirklich nicht... Die Hoheiten kreisen indes um den zusehens größer werdenden rebellschen Gepäckhaufen im Flur, maunzen empört, weil sie ahnen was kommt, und ich schreibe meiner Nachbarin wieder einmal die legendäre Fütterungsanweisung, obwohl sie diese inzwischen wahrscheinlich im Tiefschlaf noch herunterbeten könnte. "Schreiben...", denke ich dabei, "....schreiben könnteste ja auch mal wieder was ins Blog". Material werde ich in ein paar Tagen wohl hoffentlich wieder reichlich haben...
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